In Erinnerung an die im Vorjahr verstorbene Zeitzeugin Hermine Liska erzählte Esther Dürnberger deren Lebensgeschichte. Die Geschichte von Hermine Liska, die als anerkannte Zeitzeugin der ersten Generation 26 Jahre lang in Hunderten Schulen unterwegs war, hat stets begeistert und berührt. Liska war Trägerin des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich und besuchte auch einige Male die Mittelschule Haidershofen, ehe sie 2024 im 95. Lebensjahr verstarb.
Als neunjähriges Kind verweigerte Hermine den Hitlergruß und nationalsozialistische Lieder. Da ihre Eltern Zeugen Jehovas waren, wurde ihnen infolge ihres Glaubens sogar das Kind entzogen, zudem musste Hermine vier Jahre in einem Umerziehungsheim verbringen.
Besonders angetan war die Klasse von der Standhaftigkeit der jungen Hermine. Man wollte sie zwingen, die Jacke der Hitlerjugend anzuziehen und verweigerte ihr trotz guter Schulnoten den Besuch der Hauptschule. Sie erhielt die schlechteste Betragensnote, durfte beim Völkerball nicht mitspielen und bekam am Sonntag keine Nachspeise, den beliebten Pudding.
Die Geschichte der elfjährigen Hermine Liska ging sehr zu Herzen. Die Schüler hatten auch die Möglichkeit, sich in ein Buch der Erinnerung einzutragen, wovon sie regen Gebrauch machten.
Frau Dürnberger spannte einen Bogen von Hermines Erlebnissen zur heutigen Zeit, indem sie Parallelen zu aktuellen Themen wie Ausgrenzung und Mobbing aufzeigte.
Ihre Schilderungen und Erzählungen leben in den Erinnerungen der Jugendlichen weiter – als Mahnung und Auftrag zugleich, dafür zu sorgen, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus niemals in Vergessenheit geraten.
Wegen ihres Glaubens verfolgt ...
... spannendes Zeitzeugengespräch der zweiten Generation! Mit großer Aufmerksamkeit und spürbarer Betroffenheit verfolgten die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen den Besuch der Referentin Esther Dürnberger des Vereins „Lila Winkel“. Ihr Anliegen war es, die Erinnerung an die Gräueltaten der NS-Zeit wachzuhalten und vor allem der jungen Generation die Bedeutung von Menschlichkeit, Toleranz und Demokratie näherzubringen.